Hin- und weggesehen. Filme und Serien

Von Chrisz Meier (26.01.2026)

Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen.

Meine Beobachtungsergebnisse möchte ich gerne weitergeben, sei es als Empfehlung, sei es als Warnung, denn Lebenszeit ist kostbar. Hier also die ersten Beobachtungsergebnisse des Jahres. Und für diese spule ich zurück in den vergangenen September, denn da war ich stehengeblieben.

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Highest Primzahl On Mars – What??? – Clostridium Records 2026

Von Matthias Bosenick (27.01.2026)

Frage: Wie vielseitig kann der alte Kumpel Krautrock nach all den Jahrzehnten noch sein? Highest Primzahl On Mars so: „What???“ Auf ihrem bereits dritten Album in kaum drei Jahren lassen die Frankfurter ihre Visionen von Krautrock in zehn Tracks auf satte zwei Stunden ausgedehnt auf die Hörerschaft los. Spacig, repetitiv, unbegrenzt in jeder Hinsicht fügt das Quartett Elemente aus allen möglichen Genres hinzu – Stoner, Wave, Funk und mehr – und macht sich auf den Weg zum Mars. Da steigt man gern dazu.

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Markus Reuter – Winter Solstice/Comet – Iapetus Media 2018/2021/2025

Von Matthias Bosenick (26.01.2026)

Okay, bisschen spät, also ungefähr einen Monat, aber so ist das bisweilen im Leben, manches verzögert sich, und guckt man aus dem Fenster, ist zumindest die Witterungslage dem Thema dieser beiden Rereleases von Gitarrist Markus Reuter sehr nahe. Auf den Alben „Winter Solstice“ und „Comet“ ließ der Berliner traditionelle Weihnachtslieder mit seiner Gitarre zu Ambient werden – auch wenn es sich merkwürdig anfühlt, die aus der Kindheit vertrauten Melodien so jetzt erst zu hören, wird einem doch angenehm warm ums Herz.

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Megadeth – Megadeth – BLKIIBLK 2026

Von Guido Dörheide (22.01.2026)

Die Beatles gegen die Rolling Stones, Coca-Cola gegen Pepsi, Haribo gegen Katjes, Marius gegen Herbert, Volkswagen gegen Opel – es gibt Situationen im Leben, da muss man sich klar positionieren. So muss man sich beispielsweise einmal darüber klarwerden, ob man die größte Metalband auf dem Planeten supportet oder den ewigen Underduck (ja – ich glaube, soo würde es Lothar Matthäus auf den Punkt bringen). Und hier geht es jetzt nicht um Judas Priest vs. Iron Maiden, sondern um Metallica vs. Megadeth.

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Cadavrul – Necrotic Savagery – Loud Rage Music 2026

Von Matthias Bosenick (23.01.2026)

So schnell wie ihr Death Metal sind Cadavrul mit ihrer Veröffentlichungspolitik nicht: Ihr zweites Album „Necrotic Savagery“ folgt dem Debüt „Enter The Morgue“ nach satten 13 Jahren. Die Rumänen aus Constanța betrachten ihre Art von Death Metal als oldschool, heißt: fette Riffs, Tempo zwischen Punk, Groove und Doom, Grunzen und Schreien, blutrünstige Themen, schließlich lautet ihr Bandname übersetzt „Leiche“. Dieses brutale Stück Musik hat keinen Makel: Es bedient das Genre vortrefflich.

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Harvey Rushmore & The Octopus – Mindsuckers – Taxi Gauche Records 2026

Von Matthias Bosenick (22.01.2026)

„Mindsuckers“ untergräbt Erwartungen, und das ist gut so: Ihr viertes Album etikettieren die Baseler Harvey Rushmore & The Octopus als Psychedelic Garage Rock, jubeln den hellhörigen Gewordenen aber noch einiges mehr unter, darunter Surf, Kraut und Noise. Das Album ist längst nicht so retro, wie es zunächst erscheinen mag – gottlob!

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Was meine Freundin gerne hört – die Musikkolumne (DDR-Spezial): Lausemann und ich, das ist ne feine Sache

Von Onkel Rosebud

Meine Lieblingsband aus der DDR ist die Arbeitsgemeinschaft Geige aus Karl-Marx-Stadt. Sie existierte von 1986 bis 1993. Da die Stadt 1990 wieder in den namensgebenden Fluss Chemnitz rückbenannt wurde, kommt die Band quasi aus einem Ort mit drei Bezeichnungen, wenn man sächsisches Manchester noch dazu zählt. Was ich mich in dem Zusammenhang schon immer gefragt habe, ist, was Leute in einem Fragebogen/Antrag/Visum etc. eintragen, in welcher Stadt sie geboren wurden, wenn diese nach ihrer Geburt umbenannt wurde. Schreiben die dann die Wahrheit, wie Karl-Marx-Stadt oder zum Beispiel auch Stadt des KdF-Wagens? Bitte nur ernstgemeinte Zuschriften dazu an onkel@krautnick.de.

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Dirk Serries – Infinite And Unbound/Zonal Disturbances III – Projekt Records/Zoharum Records 2026/2025

Von Matthias Bosenick (21.01.2026)

Wir mussten ja jetzt tatsächlich mal einige Momente ohne neue Musik des Antwerpener Gitarrenwunders Dirk Serries auskommen, dafür tritt er zum Jahreswechsel mit gleich zwei neuen Alben auf den Plan. Die Versuchsanordnung auf beiden Alben ist ähnlich: Der Mann allein mit einer nicht als solche erkennbaren E-Gitarre und Effektgeräten, Ambient und Drones aufgenommen in Echtzeit. „Infinite And Unbound“ ist ein exklusives Download-Album für Projekt Records, „Zonal Disturbances III“ ist das Filetstück der auf fünf Teile ausgelegten Reihe bei Zoharum Records und auch als CD erhältlich. Zum Abtauchen schön entspannend das erste, zusätzlich herausfordernd brummig das zweite Album.

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Kreator – Krushers Of The World – Nuclear Blast 2026

Von Guido Dörheide (19.01.2026)

„Papa, wovon singt der da?“, fragte mich Marleen weiland immer, wenn ich im Autoradio „Coma Of Souls“ (das an dieser Stelle bereits von mir besungene „Dark Side Of The Moon“ von Kreator) und andere alte Kreator-Scheiben rotieren ließ. Ich erklärte meiner Tochter so sinngemäß, dass er, also der Signore Petrozza aus Essen (eine Stadt, die in meinen und den Augen des Herausgebers genauso fertig ist wie Mainz), vom Frieden singt, gegen Gewalt und darüber, dass die Menschen mal aufhören sollen, sich gegenseitig schlecht zu behandeln. Derweil keifte Miland „Mille“ Petrozza derart aggressiv aus der wirklich sehr guten Serien-Hifi-Anlage des böhmischen Familienkombis, dass mein Töchterchen mir wahrscheinlich auch abgenommen hätte, dass Kreator einfach nur Brutalität und Zerstörung über die Menschheit bringen wollten. Falls man ersteres überhaupt über irgendetwas bringen kann, ich bin mir da nicht sicher.

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